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Aktuelle Medienmitteilung

 
 
 

Luzern, 25. Juni 2016

 

Wildgewordener Mob verletzt 2 Polizisten in Basel

VSPB – Zwei verletzte Polizisten, beschädigte Polizeifahrzeuge, eingeschlagene Fenster, verschmierte Fassaden und Sachbeschädigungen in Höhe von mehreren Tausend Franken: Das ist die traurige Bilanz der Krawalle von letzter Nacht in Basel. „Das ist völlig inakzeptabel und muss Folgen haben, den verletzte Polizisten können nicht für Sicherheit sorgen“, sagt Max Hofmann, Generalsekretär des Verbands Schweizerischer Polizei-Beamter VSPB.

 

Er fordert exemplarische Strafen für die 14 verhafteten Täter. Aber auch die Bevölkerung soll endlich Farbe bekennen: „Die Faust im Sack machen und sich nur über den wildgewordenen Mob empören bringt nichts! Die Randalierer müssen endlich merken, dass niemand solche Gewaltexzesse akzeptiert.“ Mit der Unterschrift der Online-Petition auf www.art-285.ch kann sich die Bevölkerung für ihre Polizistinnen und Polizisten einsetzen und ein deutliches Zeichen an die Politik senden.

 

Kurz nach 22.00 Uhr begingen rund 50 Personen zwischen Barfüsserplatz und Auf der Lyss Sachbeschädigungen. Die Randalierer zogen auf ihrem Weg durch verschiedene Querstrassen und schlugen eine Vielzahl von Scheiben ein und verschmierten Fassaden. Die angerückten Polizeipatrouillen wurden unvermittelt vom wildgewordenen Mob angegriffen sowie mit Steinen und Flaschen beworfen. Dabei wurden zwei Polizisten und ein Demonstrant verletzt. 14 mutmassliche Täter konnten festgenommen werden. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, Körperverletzung sowie Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte eingeleitet. „Wir wünschen allen Verletzten gute Besserung und erwarten ein hartes Vorgehen der ermittelnden Behörden“, sagt Max Hofmann und betont: „Wer jetzt noch gegen die Verschärfung der Strafen bei Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte ist, macht sich mitschuldig.“

 

Online-Petition als Bekenntnis zur Polizei
Die dreisprachige Online-Petition des Tessiner Vereins „Amici delle Forze di Polizia Svizzere“ AFPS unter www.art-285.ch verlangt eine klare Verschärfung des Strafmasses bei Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (Art. 285 StGB). Statt einer Geldstrafe wird eine minimale Freiheitsstrafe von mindestens 10 Tagen gefordert. Zudem soll ein neuer Absatz im Artikel 285 StGB hinzugefügt werden, der dem Richter bei einem qualifizierten spezifischen Wiederholungsfall die Verdopplung der vorgesehenen Höchststrafe ermöglicht. „Die angestrebte Verschärfung von Artikel 285 StGB ist ein starkes und absolut notwendiges Signal aus der Bevölkerung an die Politik“, sagt Max Hofmann und betont: „Nur wenn härtere Strafen drohen werden es sich die Täter zweimal überlegen, ob sie Polizistinnen und Polizisten angreifen wollen oder nicht.“

 
 
 
 

Für weitere Informationen:

Max Hofmann, Generalsekretär VSPB, Tel. 076 381 44 64