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Luzern, 11. August 2010
Freipass für Gewalt gegen Polizei!
„Solche Urteile sind ein Schlag ins Gesicht jedes Polizisten!", sagt Heinz Buttauer, Präsident des Verbandes Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB). „Verbale Attacken und Übergriffe gegen die Polizei richten sich immer auch gegen den Staat. Es darf nicht sein, dass Delikte gegen Polizeibeamte bagatellisiert werden!"
Gemäss einer Meldung in der heutigen Ausgabe von „20 Minuten" hat das Bezirksgericht Zürich einen Winterthurer Sozialpädagogen, der einen Polizisten aufs übelste beschimpft hatte und handgreiflich wurde, teilweise frei gesprochen. Die unglaubliche Begründung: Die drohenden Äusserungen des Angeklagten seien zu wenig intensiv ausgefallen. Verbale Kraftausdrücke an einem Freitag Abend an der Langstrasse seien notorisch. „Was bitte, müssen wir uns im Dienst eigentlich alles gefallen lassen?" fragt sich Heinz Buttauer, Präsident des Verbandes Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB).
Gewalt gegen Polizisten steigt alarmierend
Bereits seit mehreren Jahren nehmen verbale Attacken und Gewalt gegen die Polizei stark zu. Die Zahlen sind beunruhigend: 2009 wurden täglich ca. 6,5 Polizistinnen und Polizisten bei ihrer Arbeit Opfer von Gewalt und Drohungen, Tendenz stark steigend! „Solche Urteile animieren geradezu zu Ausfälligkeiten, weil erfahrene Polizisten das akzeptieren müssen - dagegen wehren wir uns entschieden!" sagt Buttauer und meint weiter „schliesslich setzen sich tagtäglich rund 16'000 Polizistinnen und Polizisten dafür ein, dass sich die Einwohner sicher und beschützt fühlen können. Wir hoffen, dass die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich das Urteil weiter zieht, und das Obergericht es entsprechend korrigiert!".

